Rückblick

20. Fairplay-Tour der Großregion - Seit 20. Jahren organisiert die Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports zusammen mit dem Eurosportpoo

Die Benefiz-Radtour ermöglichte bislang den Bau von 17 Schulen und unterstützt  2018 zwei neue Schulbauprojekte in Ruanda und Burundi.

Seit 20. Jahren organisiert die Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports zusammen mit dem Eurosportpool die Fairplay Tour der Großregion, eine einwöchige Fahrradtour durch die Großregion.An dieser Tour über rund 750km nehmen jedes Jahr rund 350 Schülerinnen du Schüler mit ihren Betreuerinnen und Betreuern teil. In der Woche vom 15. bis 23. Juni steigen Schüler aus der Großregion im Rahmen der Fairplay-Tour der Großregion 2018 aufs Rad, um 750 km für neue Schulbauprojekte in Ruanda und Burundi zu fahren. Diesmal führt die Strecke von Bitburg nach Konz in acht Etappen durch die Großregion Rheinland-Pfalz, Saarland, Luxemburg, Belgien und Frankreich. Den Organisatoren der Tour, Herbert Ehlen und Klaus Klaeren, war von Anfang auch der Aspekt der internationalen Solidarität ein großes Anliegen. Gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz und der Deutschen Welthungerhilfe konnten bis heute mehr als 3.200.000€ an Spenden gesammelt werden. Damit konnte viel Hilfe insbesondere im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda geleistet werden. Wie kommen solche Spendensummen zusammen? Hier gibt es zwei Aktionen, die dies bewirken.

Die erste Aktion ist die Fairplay Tour der Großregion! Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammeln für ihre gefahren km Spenden. Die sogenannten Tourspenden fließen zu 100% in ein mit dem Land Rheinland-Pfalz ausgewähltes Schulbauprojekt in Ruanda.  

2018 ist das Tourprojekt der „Bau einer Grundschule in St Joseph Mberi in Ruanda.“ Die „Ecole Primaire Saint Joseph Mberi“ liegt im Rutsiro Distrikt im Westen Ruandas und grenzt im Norden an den Distrikt Rubavu, im Süden an den Distrikt Karongi und im Westen an den Kivu See. Die Grundschule in Mberi wurde 1978 von der katholischen Kirche in Ruanda errichtet und noch im selben Jahr von MINEDUC, dem Ministerium für Bildung in Ruanda, anerkannt. Momentan wird die Schule von etwa 882 Schülern besucht – darunter 438 Mädchen und 444 Jungen. Die meisten Schüler leben unter sehr schlechten Bedingungen. Die „Ecole Primaire St. Joseph Mberi“ hat 13 Klassenzimmer; die zumeist noch aus der Zeit der Schulgründung stammen. Die zwei Gebäude sind aus Backsteinen errichtet, aber der Zustand hat sich seitdem drastisch verschlechtert. Im Jahr 2014 wurde zwar ein neues Gebäude vom Distrikt gebaut, allerdings wurde diese Baumaßnahme mangelhaft fertiggestellt. Generell ist die Infrastruktur sehr schlecht und die Klassenzimmer bestehen aus Schreibtischen, die nicht mehr für die Schulnutzung zu gebrauchen sind. Aufgrund des mangelhaften Zustandes des Daches und der Fenster sind die Lernbedingungen bei Regen für die Kinder unzumutbar. Die hygienische Situation ist unzureichend, da für die 882 Schüler, die Lehrer und das Schulpersonal nur 12 Latrinen zur Verfügung stehen. Zisternen, um Regenwasser aufzufangen stehen derzeit nicht zur Verfügung, wären aber eine immense Unterstützung, da die Schüler im Moment reines Wasser aus einer 15km entfernten Quelle beziehen.

Geplant ist der Bau und die Ausstattung von vier Klassenzimmer nach den aktuellen ruandischen Bau-Standards und die Installation von zwei Regenwasserzisternen mit einem Fassungsvermögen von je 10 m³, um den grundlegenden Zugang der Schule zu Nutzwasser zu verbessern. Zusätzlich wird dadurch verhindert, dass Regenwasser unkontrolliert von den Dachflächen abfließt und Schäden an umliegenden Alt- und Neubauten anrichtet. Um die Hygienischen Umstände zu verbessern soll ein weiterer Toilettenblock mit 10 Kabinen errichtet werden. Um den Neubau zu ermöglichen, bringt sich die Schule insofern ein, dass sie die nötigen Erdarbeiten vornimmt, um die Baustelle vorzubereiten. Mit den Spenden Tourteilnehmer soll der Bau und Ausstattung von 4 Klassenräumen, Bau von einem Toilettenblock mit 10 Kabinen sowie die Installation von 2 Regenwasserzisternen je 10 m³ realisiert werden um die Verbesserung der Unterrichtsbedingungen, der hygienischen Situation und der Wasserversorgung zu realisieren. Beteiligte sind als Projektträger die Ecole Primaire St Joseph Mberi, als Zielgruppe die Schülerinnen und Schüler der o.g. Schule und Lehrerinnen und Lehrer der o.g. Schule und als Partner in Rheinland-Pfalz die Fairplay Tour 2018 sowie als Projektverantwortlicher die Bauabteilung des rheinland-pfälzischen Koordinationsbüros in Kigali.

 

Die zweite Aktion ist die „Aktion Lebensläufe“, ein Projekt der Deutschen Welthungerhilfe.

An dieser „Aktion Lebensläufe“ beteiligen sich die Fairplay-Tourschulen mit Benefizaktionen. Hierbei sammeln Schülerinnen- und Schüler einer Schule Spenden, die 2018 erstmals in ein Schulbauprojekt nach Burundi fließen werden. Gefördert wird 2018 hier das Projekt Bau der Muyange-Grundschule in Burundi.

Die Muyange-Grundschule in der burundischen Provinz Kirundo besteht aus fünf Klassenräumen, die die Eltern 2003 selbst gebaut haben. Die Klassenräume sind in einem extrem schlechten Zustand. Die 574 Schüler sitzen während des Unterrichts teilweise auf dem Boden. Das Dach ist undicht, die Lehmböden aufgeweicht und die noch vorhandenen Holzbänke stehen inmitten von Schlamm. Toiletten und Wasser sind Mangelware.

Damit sich die Situation für die Kinder verbessert, können im Rahmen der „Aktion Lebensläufe“ Spenden gesammelt werden, um die Baumaßnahmen in der Muyange-Grundschule zu unterstützen. Sechs neue Klassenräume und sechs Toiletten sollen gebaut sowie zwei Wassertanks a` 10.000 Liter zur Verfügung gestellt werden. Eine Schulkantine wird ebenfalls so eingerichtet, dass alle Schülerinnen und Schüler eine warme Mahlzeit zu Mittag bekommen. Zusätzlich werden Gesundheitsschulungen zu Ernährung und Hygiene angeboten. Die Mädchen nehmen am Binden-Programm teil. Dadurch sollen die Fehlzeiten (9 Wochen im Schuljahr) während der Menstruation gestoppt werden.

(Nähere Informationen zum Muyange Projekt gibt es bei der Deutschen Welthungerhilfe bei Hawa Grund-Djigo, Tel. 0228-2288258, Mail: hawa.grund-Djigo@welthungerhilfe.de)  Weitere Informationen unter: www.sportakademie.de und www.fairplay-tour.de

 

 

 
 

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20. Fairplay-Tour der Großregion - Seit 20. Jahren organisiert die Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports zusammen mit dem Eurosportpoo

Die Benefiz-Radtour ermöglichte bislang den Bau von 17 Schulen und unterstützt  2018 zwei neue Schulbauprojekte in Ruanda und Burundi.

Seit 20. Jahren organisiert die Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports zusammen mit dem Eurosportpool die Fairplay Tour der Großregion, eine einwöchige Fahrradtour durch die Großregion.An dieser Tour über rund 750km nehmen jedes Jahr rund 350 Schülerinnen du Schüler mit ihren Betreuerinnen und Betreuern teil. In der Woche vom 15. bis 23. Juni steigen Schüler aus der Großregion im Rahmen der Fairplay-Tour der Großregion 2018 aufs Rad, um 750 km für neue Schulbauprojekte in Ruanda und Burundi zu fahren. Diesmal führt die Strecke von Bitburg nach Konz in acht Etappen durch die Großregion Rheinland-Pfalz, Saarland, Luxemburg, Belgien und Frankreich. Den Organisatoren der Tour, Herbert Ehlen und Klaus Klaeren, war von Anfang auch der Aspekt der internationalen Solidarität ein großes Anliegen. Gemeinsam mit dem Land Rheinland-Pfalz und der Deutschen Welthungerhilfe konnten bis heute mehr als 3.200.000€ an Spenden gesammelt werden. Damit konnte viel Hilfe insbesondere im rheinland-pfälzischen Partnerland Ruanda geleistet werden. Wie kommen solche Spendensummen zusammen? Hier gibt es zwei Aktionen, die dies bewirken.

Die erste Aktion ist die Fairplay Tour der Großregion! Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammeln für ihre gefahren km Spenden. Die sogenannten Tourspenden fließen zu 100% in ein mit dem Land Rheinland-Pfalz ausgewähltes Schulbauprojekt in Ruanda.  

2018 ist das Tourprojekt der „Bau einer Grundschule in St Joseph Mberi in Ruanda.“ Die „Ecole Primaire Saint Joseph Mberi“ liegt im Rutsiro Distrikt im Westen Ruandas und grenzt im Norden an den Distrikt Rubavu, im Süden an den Distrikt Karongi und im Westen an den Kivu See. Die Grundschule in Mberi wurde 1978 von der katholischen Kirche in Ruanda errichtet und noch im selben Jahr von MINEDUC, dem Ministerium für Bildung in Ruanda, anerkannt. Momentan wird die Schule von etwa 882 Schülern besucht – darunter 438 Mädchen und 444 Jungen. Die meisten Schüler leben unter sehr schlechten Bedingungen. Die „Ecole Primaire St. Joseph Mberi“ hat 13 Klassenzimmer; die zumeist noch aus der Zeit der Schulgründung stammen. Die zwei Gebäude sind aus Backsteinen errichtet, aber der Zustand hat sich seitdem drastisch verschlechtert. Im Jahr 2014 wurde zwar ein neues Gebäude vom Distrikt gebaut, allerdings wurde diese Baumaßnahme mangelhaft fertiggestellt. Generell ist die Infrastruktur sehr schlecht und die Klassenzimmer bestehen aus Schreibtischen, die nicht mehr für die Schulnutzung zu gebrauchen sind. Aufgrund des mangelhaften Zustandes des Daches und der Fenster sind die Lernbedingungen bei Regen für die Kinder unzumutbar. Die hygienische Situation ist unzureichend, da für die 882 Schüler, die Lehrer und das Schulpersonal nur 12 Latrinen zur Verfügung stehen. Zisternen, um Regenwasser aufzufangen stehen derzeit nicht zur Verfügung, wären aber eine immense Unterstützung, da die Schüler im Moment reines Wasser aus einer 15km entfernten Quelle beziehen.

Geplant ist der Bau und die Ausstattung von vier Klassenzimmer nach den aktuellen ruandischen Bau-Standards und die Installation von zwei Regenwasserzisternen mit einem Fassungsvermögen von je 10 m³, um den grundlegenden Zugang der Schule zu Nutzwasser zu verbessern. Zusätzlich wird dadurch verhindert, dass Regenwasser unkontrolliert von den Dachflächen abfließt und Schäden an umliegenden Alt- und Neubauten anrichtet. Um die Hygienischen Umstände zu verbessern soll ein weiterer Toilettenblock mit 10 Kabinen errichtet werden. Um den Neubau zu ermöglichen, bringt sich die Schule insofern ein, dass sie die nötigen Erdarbeiten vornimmt, um die Baustelle vorzubereiten. Mit den Spenden Tourteilnehmer soll der Bau und Ausstattung von 4 Klassenräumen, Bau von einem Toilettenblock mit 10 Kabinen sowie die Installation von 2 Regenwasserzisternen je 10 m³ realisiert werden um die Verbesserung der Unterrichtsbedingungen, der hygienischen Situation und der Wasserversorgung zu realisieren. Beteiligte sind als Projektträger die Ecole Primaire St Joseph Mberi, als Zielgruppe die Schülerinnen und Schüler der o.g. Schule und Lehrerinnen und Lehrer der o.g. Schule und als Partner in Rheinland-Pfalz die Fairplay Tour 2018 sowie als Projektverantwortlicher die Bauabteilung des rheinland-pfälzischen Koordinationsbüros in Kigali.

 

Die zweite Aktion ist die „Aktion Lebensläufe“, ein Projekt der Deutschen Welthungerhilfe.

An dieser „Aktion Lebensläufe“ beteiligen sich die Fairplay-Tourschulen mit Benefizaktionen. Hierbei sammeln Schülerinnen- und Schüler einer Schule Spenden, die 2018 erstmals in ein Schulbauprojekt nach Burundi fließen werden. Gefördert wird 2018 hier das Projekt Bau der Muyange-Grundschule in Burundi.

Die Muyange-Grundschule in der burundischen Provinz Kirundo besteht aus fünf Klassenräumen, die die Eltern 2003 selbst gebaut haben. Die Klassenräume sind in einem extrem schlechten Zustand. Die 574 Schüler sitzen während des Unterrichts teilweise auf dem Boden. Das Dach ist undicht, die Lehmböden aufgeweicht und die noch vorhandenen Holzbänke stehen inmitten von Schlamm. Toiletten und Wasser sind Mangelware.

Damit sich die Situation für die Kinder verbessert, können im Rahmen der „Aktion Lebensläufe“ Spenden gesammelt werden, um die Baumaßnahmen in der Muyange-Grundschule zu unterstützen. Sechs neue Klassenräume und sechs Toiletten sollen gebaut sowie zwei Wassertanks a` 10.000 Liter zur Verfügung gestellt werden. Eine Schulkantine wird ebenfalls so eingerichtet, dass alle Schülerinnen und Schüler eine warme Mahlzeit zu Mittag bekommen. Zusätzlich werden Gesundheitsschulungen zu Ernährung und Hygiene angeboten. Die Mädchen nehmen am Binden-Programm teil. Dadurch sollen die Fehlzeiten (9 Wochen im Schuljahr) während der Menstruation gestoppt werden.

(Nähere Informationen zum Muyange Projekt gibt es bei der Deutschen Welthungerhilfe bei Hawa Grund-Djigo, Tel. 0228-2288258, Mail: hawa.grund-Djigo@welthungerhilfe.de)  Weitere Informationen unter: www.sportakademie.de und www.fairplay-tour.de