20. Fairplay Tour der Großregion vom 15. bis 23. 06. 2018

 

Seit 1999 gibt es sie die Fairplay Tour der Großregion. Sie bringt einmal jährlich (i.d.R. Ende Juni) junge Menschen aus der Großregion zusammen. Die Fair Play Tour bietet dem Eurosportpool, dem Landessportbund Rheinland-Pfalz und seiner Europäischen Akademie des Sports die Möglichkeit, den internationalen Jugendaustausch zu fördern. Neben Belgiern, Luxemburgern, Franzosen und Deutschen sind auch immer junge Studenten aus Ruanda mit am Start.

Fairplay Tour der Großregion

Ein Team aus jungen Menschen fährt in acht Tagen eine ca. 800 km lange Strecke durch die „Großregion“. Die Teilnehmerzahl ist seit Beginn der Tour im Jahr 1999 auf mittlerweile rund 300 Jugendliche und 50 Betreuer gestiegen. Das Rad-Team legt im Schnitt 100 km am Tag zurück. Der Begleittross mit 3 LKW`s und 10 Kleinbussen transportiert das Gepäck, sichert die Radfahrer ab, sorgt für die  Mittagsverpflegung und bereitet die Empfänge und das Nachtlager an den Etappenorten vor.

Alle teilnehmenden Jugendlichen werden für die Radtour professionell ausgerüstet, d.h. vom Sturzhelm über Trikot, Sweatshirt, T-Shirts, Regenjacke und Radtrikot, Radlerhosen bis hin zu Radflaschen. Darüber hinaus gibt es das Versicherungspaket, mit dem während der Tour Unfall-, Haftpflicht- und Krankenfälle versichert sind. Die  Übernachtung erfolgt auf Isomatten und in Schlafsäcken in Turnhallen.

Begleitend zur Tour finden in vielen Schulen und Vereinen sogenannte "Lebensläufe" statt. Dabei laufen, skaten, radeln und schwimmen Kinder und Jugendliche und setzen sich so solidarisch für Menschen in der „Dritten Welt“ ein, denen es nicht so gut geht wie ihnen. Für die erbrachte Gesamtkilometerleistung auf der Tour wird außerdem von zuvor eingeworbenen Paten und Sponsoren ein "Honorar" entrichtet. Das Geld wird nach Zielankunft dem Land Rheinland-Pfalz und der Deutschen Welthungerhilfe für Entwicklungshilfeprojekte in Ruanda, Burundi, Mosambik und Peru bereitgestellt, damit junge Menschen in diesen Ländern auch eine Zukunftsperspektive haben.

 

Bilanz 1999 - 2017 - 19 Jahre Fairplay Tour der Großregion sind auch:

Teilnehmer insgesamt: 5. 241 Jugendliche und Betreuer
Summe der gefahrenen Radkilometer: 3.620.798 km = 90,50 Erdumrundungen                                                                           
Erradelte Spendensumme: 3.200.000 €

Etappenorte:                                                                       299 Etappen- und Zwischenetappenorte

Empfänge und Presseveranstaltungen:                                   360

18 Schulbauprojekte für mehr als 25.000 Schülerinnen und Schüler


Interessierte Vereine und Schulen erhalten weitere Informationen zur Tour und zur Aktion Lebensläufe
bei der Europäischen Akademie des rheinland-pfälzischen Sports
Herzogenbuscherstraße Str. 56, 54292 Trier
Tel.: 0651146800 oder im Internet unter www.fairplay-tour.de

 

2018 wollen wir mit Spendengeldern wieder Ruanda und Burundi Schulbau-Projekte unterstützen.

Erste Aktion der Fairplay Tour 2018  ist das Tourprojekt  „Bau einer Grundschule in St Joseph Mberi in Ruanda.“

Die „Ecole Primaire Saint Joseph Mberi“ liegt im Rutsiro Distrikt im Westen Ruandas und grenzt im Norden an den Distrikt Rubavu, im Süden an den Distrikt Karongi und im Westen an den Kivu See. Die Grundschule in Mberi wurde 1978 von der katholischen Kirche in Ruanda errichtet und noch im selben Jahr von MINEDUC, dem Ministerium für Bildung in Ruanda, anerkannt. Momentan wird die Schule von etwa 882 Schülern besucht – darunter 438 Mädchen und 444 Jungen. Die meisten Schüler leben unter sehr schlechten Bedingungen. Die „Ecole Primaire St. Joseph Mberi“ hat 13 Klassenzimmer; die zumeist noch aus der Zeit der Schulgründung stammen. Die zwei Gebäude sind aus Backsteinen errichtet, aber der Zustand hat sich seitdem drastisch verschlechtert. Im Jahr 2014 wurde zwar ein neues Gebäude vom Distrikt gebaut, allerdings wurde diese Baumaßnahme mangelhaft fertiggestellt. Generell ist die Infrastruktur sehr schlecht und die Klassenzimmer bestehen aus Schreibtischen, die nicht mehr für die Schulnutzung zu gebrauchen sind. Aufgrund des mangelhaften Zustandes des Daches und der Fenster sind die Lernbedingungen bei Regen für die Kinder unzumutbar. Die hygienische Situation ist unzureichend, da für die 882 Schüler, die Lehrer und das Schulpersonal nur 12 Latrinen zur Verfügung stehen. Zisternen, um Regenwasser aufzufangen stehen derzeit nicht zur Verfügung, wären aber eine immense Unterstützung, da die Schüler im Moment reines Wasser aus einer 15km entfernten Quelle beziehen.  

Geplant ist der Bau und die Ausstattung von vier Klassenzimmer nach den aktuellen ruandischen Bau-Standards und die Installation von zwei Regenwasserzisternen mit einem Fassungsvermögen von je 10 m³, um den grundlegenden Zugang der Schule zu Nutzwasser zu verbessern. Zusätzlich wird dadurch verhindert, dass Regenwasser unkontrolliert von den Dachflächen abfließt und Schäden an umliegenden Alt- und Neubauten anrichtet. Um die Hygienischen Umstände zu verbessern soll ein weiterer Toilettenblock mit 10 Kabinen errichtet werden. Um den Neubau zu ermöglichen, bringt sich die Schule insofern ein, dass sie die nötigen Erdarbeiten vornimmt, um die Baustelle vorzubereiten. Mit den Spenden Tourteilnehmer soll der Bau und Ausstattung von 4 Klassenräumen, Bau von einem Toilettenblock mit 10 Kabinen sowie die Installation von 2 Regenwasserzisternen je 10 m³ realisiert werden um die Verbesserung der Unterrichtsbedingungen, der hygienischen Situation und der Wasserversorgung zu realisieren. Beteiligte sind als Projektträger die Ecole Primaire St Joseph Mberi, als Zielgruppe die Schülerinnen und Schüler der o.g. Schule und Lehrerinnen und Lehrer der o.g. Schule und als Partner in Rheinland-Pfalz die Fairplay Tour 2018 sowie als Projektverantwortlicher die Bauabteilung des rheinland-pfälzischen Koordinationsbüros in Kigali.

 

Die zweite Aktion ist die „Aktion Lebensläufe“, ein Projekt der Deutschen Welthungerhilfe.

An dieser „Aktion Lebensläufe“ beteiligen sich die Fairplay-Tourschulen mit Benefizaktionen. Hierbei sammeln Schülerinnen- und Schüler einer Schule Spenden, die 2018 erstmals in ein Schulbauprojekt nach Burundi fließen werden. Gefördert wird 2018 hier das Projekt Bau der Muyange-Grundschule in Burundi. Die Muyange-Grundschule in der burundischen Provinz Kirundo besteht aus fünf Klassenräumen, die die Eltern 2003 selbst gebaut haben. Die Klassenräume sind in einem extrem schlechten Zustand. Die 574 Schüler sitzen während des Unterrichts teilweise auf dem Boden. Das Dach ist undicht, die Lehmböden aufgeweicht und die noch vorhandenen Holzbänke stehen inmitten von Schlamm. Toiletten und Wasser sind Mangelware. Damit sich die Situation für die Kinder verbessert, können im Rahmen der „Aktion Lebensläufe“ Spenden gesammelt werden, um die Baumaßnahmen in der Muyange-Grundschule zu unterstützen. Sechs neue Klassenräume und sechs Toiletten sollen gebaut sowie zwei Wassertanks a` 10.000 Liter zur Verfügung gestellt werden. Eine Schulkantine wird ebenfalls so eingerichtet, dass alle Schülerinnen und Schüler eine warme Mahlzeit zu Mittag bekommen. Zusätzlich werden Gesundheitsschulungen zu Ernährung und Hygiene angeboten. Die Mädchen nehmen am Binden-Programm teil. Dadurch sollen die Fehlzeiten (9 Wochen im Schuljahr) während der Menstruation gestoppt werden.

(Nähere Informationen zum Muyange Projekt gibt es bei der Deutschen Welthungerhilfe bei Hawa Grund-Djigo, Tel. 0228-2288258, Mail: hawa.grund-Djigo@welthungerhilfe.de)